Gleichstellungsbeauftragte

Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dissen aTW setzt sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Verwaltung sowie im öffentlichen Leben der Stadt ein. Sie fördert Chancengleichheit, wirkt Benachteiligungen entgegen und unterstützt die Entwicklung fairer Strukturen im Arbeits- und Lebensumfeld.

Gleichstellung bedeutet dabei nicht nur die Einhaltung rechtlicher Vorgaben, sondern auch die aktive Gestaltung einer fairen, respektvollen und zukunftsorientierten Arbeits- und Lebenswelt.

Die Gleichstellungsbeauftragte

  • ist Ansprechperson für Beschäftigte sowie Bürgerinnen und Bürger bei Fragen, Anliegen und Hinweisen rund um Gleichstellung und Chancengerechtigkeit,
  • berät vertraulich bei Benachteiligung, Diskriminierung oder Unsicherheiten im beruflichen oder persönlichen Kontext,
  • wirkt bei personellen, organisatorischen und sozialen Maßnahmen der Verwaltung mit, insbesondere bei Stellenbesetzungen und Personalentwicklungen,
  • bringt Gleichstellungsaspekte in kommunale Planungs- und Entscheidungsprozesse ein,
  • initiiert und begleitet Maßnahmen, Projekte und Impulse zur Förderung von Chancengleichheit,
  • setzt sich für die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Privatleben ein,
  • arbeitet mit internen und externen Fachstellen, Netzwerken, Initiativen und Verbänden zusammen,
  • vermittelt bei Bedarf an passende Beratungs- und Unterstützungsangebote weiter.

Die Gleichstellungsbeauftragte macht strukturelle Benachteiligungen sichtbar und trägt dazu bei, diese nachhaltig abzubauen – innerhalb der Verwaltung ebenso wie im gesellschaftlichen Leben der Stadt.

Grundlage ihrer Arbeit ist der verfassungsrechtliche Auftrag zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dissen aTW ist ehrenamtlich tätig. Die Aufgaben werden daher im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit wahrgenommen und durch die enge Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung sowie mit externen Partnerinnen und Partnern unterstützt. So wird sichergestellt, dass Gleichstellungsanliegen zuverlässig aufgegriffen und begleitet werden können.

Weitere Auskünfte erhalten Sie unter 05421/303-123

Frau Schoßmeier
Gleichstellungsbeauftragte Stadt Dissen aTW

Deutsch-polnisches Frauenforum 2026 in Olsztyn 

Olzstyn. Unter dem Leitgedanken „Frauen für Frauen – stärken jenseits von Grenzen“ fand Anfang Juli das Deutsch-Polnische Frauenforum 2026 im polnischen Partnerlandkreis Powiat Olsztyński statt. Das Forum machte erneut deutlich, wie wichtig der persönliche Austausch, gegenseitiges Lernen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit für eine lebendige europäische Partnerschaft sind.

Vertreterinnen der Landkreise Olsztyn und Osnabrück kamen gemeinsam mit politischen Entscheidungsträgerinnen, Bildungsvertreterinnen sowie zahlreichen weiteren Netzwerkpartnerinnen zusammen, um bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Kooperationen anzustoßen. Zu den Teilnehmerinnen gehörten unter anderem Vertreterinnen von Beratungsstellen, Einrichtungen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich, regionalen Institutionen sowie der Landfrauenverbände beider Regionen. Das Frauenforum hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Plattform entwickelt, um gemeinsame Themen zu diskutieren und nachhaltige Netzwerke über Ländergrenzen hinweg aufzubauen.

Nach der Anreise wurden die Teilnehmerinnen bei einem gemeinsamen Begrüßungsabend von Joanna Michalska-Reda empfangen. In einer offenen und herzlichen Atmosphäre bot sich bereits zum Auftakt die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu pflegen und neue Verbindungen zu knüpfen. Der persönliche Austausch stand von Beginn an im Mittelpunkt der Begegnung und bildete die Grundlage für die kommenden Veranstaltungstage. Die Teilnehmerinnen nutzten die Gelegenheit, sich über ihre Arbeit, aktuelle Herausforderungen und gemeinsame Interessen auszutauschen. Damit wurde schon am ersten Abend deutlich, wie wertvoll die langjährige Partnerschaft zwischen den beiden Landkreisen für die Menschen auf beiden Seiten ist.

Am zweiten Veranstaltungstag besuchte die Delegation unter anderem das Ethnografische Parkmuseum Olsztynek. Bei einer Führung durch das Freilichtmuseum sowie verschiedenen Workshops zu traditioneller Volksmedizin, regionalem Handwerk und kulturellem Erbe erhielten die Teilnehmerinnen spannende Einblicke in die Geschichte und Kultur der Region. Eine Verkostung regionaler Kräutertees rundete den Besuch ab und bot zugleich Anlass für viele Gespräche über Traditionen und regionale Besonderheiten.

Anschließend führte das Programm zum Bildungsbauernhof „Ermländische Biene“, wo sich die Teilnehmerinnen mit Fragen der Nachhaltigkeit, des Naturschutzes und des regionalen Handwerks beschäftigten. Honigverkostungen, die Herstellung nachhaltiger Wachstafeln aus Bienenwachs sowie weitere Kreativ- und Mitmachangebote ermöglichten einen praxisnahen Austausch und gemeinsames Lernen.

Besonders eindrucksvoll zeigte sich der Gedanke von „Women Beyond Borders“ beim Integrationsabend mit Lagerfeuer, Musik und Grillen, der von den örtlichen Landfrauenvereinigungen unterstützt wurde. Die ungezwungene Atmosphäre bot Raum für persönliche Begegnungen und vertiefte Gespräche jenseits des offiziellen Programms. Gerade solche Momente tragen dazu bei, Vertrauen aufzubauen und langfristige Partnerschaften zu festigen.

Ein weiterer Höhepunkt des Forums war das Treffen im Marschallamt der Woiwodschaft Ermland-Masuren mit Marcin Kuchciński und Katarzyna Sobiech. Gemeinsam mit dem Ermländisch-Masurischen Frauenrat blickten die Teilnehmerinnen auf die Entwicklung des Deutsch-Polnischen Frauenforums seit seiner Gründung zurück und diskutierten Perspektiven für zukünftige gemeinsame Projekte.

In Barczewo gedachten die Teilnehmerinnen mit einer Blumenniederlegung am Gedenkstein von Anna Wagner-Rybińska ihres bedeutenden Beitrages zur deutsch-polnischen Partnerschaft. Fachvorträge von Ärzten und therapeutischen Fachkräften zur Gesundheitsvorsorge für Frauen lieferten darüber hinaus wertvolle Impulse zu Prävention, Gesundheit und Selbstfürsorge. Den Abschluss des Forums bildete ein gemeinsamer Abend in Tumiany, der erneut Gelegenheit bot, Kontakte zu vertiefen und neue Ideen für die zukünftige Zusammenarbeit zu entwickeln.

Das Deutsch-Polnische Frauenforum 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie der Leitgedanke „Women Beyond Borders“ mit Leben gefüllt werden kann. Der intensive Austausch zwischen Vertreterinnen aus Politik, Bildung, Gesundheitswesen, Beratungsstellen, Landfrauenverbänden und weiteren Institutionen stärkte die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg und brachte neue Impulse für die Zukunft der Partnerschaft zwischen den Landkreisen Osnabrück und Olsztyn hervor.

Text: LKOS

Foto rechts:
Intensiver Austausch im polnischen Olsztyn: Beim Deutsch-Polnischen Frauenforum mit dabei waren unter Vorstandsmitglied beim Landkreis Olsztyn Joanna Michalska-Reda (vorne, 4. von links) und daneben die Gleichstellungsbeauftrage des Landkreises Osnabrück, Franziska Grüter-Matt, sowie daneben die Partnerschaftsbeauftragte des Landkreises Osnabrück, Aleksandra Garthaus.

Foto: Landkreis Osnabrück/Monika Nowakowska

Intensiver Austausch im polnischen Olsztyn: Beim Deutsch-Polnischen Frauenforum mit dabei waren unter Vorstandsmitglied beim Landkreis Olsztyn Joanna Michalska-Reda (vorne, 4. von links) und daneben die Gleichstellungsbeauftrage des Landkreises Osnabrück, Franziska Grüter-Matt, sowie daneben die Partnerschaftsbeauftragte des Landkreises Osnabrück, Aleksandra Garthaus.
Intensiver Austausch im polnischen Olsztyn: Beim Deutsch-Polnischen Frauenforum mit dabei waren unter Vorstandsmitglied beim Landkreis Olsztyn Joanna Michalska-Reda (vorne, 4. von links) und daneben die Gleichstellungsbeauftrage des Landkreises Osnabrück, Franziska Grüter-Matt, sowie daneben die Partnerschaftsbeauftragte des Landkreises Osnabrück, Aleksandra Garthaus.