Integriertes Klimaschutzkonzept

Nationale Klimaschutzinitiative

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und Investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen.

Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von Ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Der Rat der Stadt Dissen aTW hat in seiner Sitzung am 28. August 2017 beschlossen, als weitere Maßnahme zur Umsetzung einer energieeffizienten Straßenbeleuchtung die Lampenköpfe im Bereich der Straßen Auf der Worth, Heidländer Weg, Osnabrücker Straße und Westring zu erneuern. Durch diese Maßnahme kann die Stadt zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beitragen.

Es wurden 38 Natriumdampf-Hochdrucklampen 250 W in der Osnabrücker Straße und 29 Natriumdampf-Hochdrucklampen 150 W in der Straße Auf der Worth auf Siteco Streetlight 10 mini LED 60/27W, 7 Langfeldleuchten 2×40 W in 1 Siteco Streetlight 60/27W bzw. 6 Siteco Streetlight 25/13W in der Straße Heidländer Weg und 19 Langfeldleuchten 2x40W auf Siteco Streetlight 25/13W in der Straße Westring jeweils mit Leistungsreduzierung in der Zeit von 23:00 Uhr – 5:00 Uhr, umgerüstet.

Für die Umrüstung hat die Stadt Dissen aTW eine Förderung beantragt und am 19. Dezember 2017 den Zuwendungsbescheid vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, erlassen durch den Projektträger Jülich GmbH (www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen) erhalten. Der Zuwendungsbescheid gilt für den Zeitraum 01.03.2018 bis 28.02.2019 (Bewilligungszeitraum). Förderkennzeichen: 03K07464

Gefördert wird der Austausch von vorhandenen Lampen (ca. 94 Leuchten) in den Straßen. Das Gesamtinvestitionsaufkommen beträgt 74.916,00 € bei einer Förderquote von 20 %. Durch diese Maßnahme werden jährlich 56.735 kWh bzw. 669 Tonnen CO2 über die Lebensdauer der getauschten Leuchtmittel eingespart.

Der Austausch der Lampenköpfe erfolgte reibungslos und fristgemäß.

Integriertes Klimaschutzkonzept

Integriertes Klimaschutzkonzept der Stadt Dissen aTW

Die Stadt Dissen am Teutoburger Wald (aTW) war und ist industriell sehr geprägt. Entsprechend war auch die äußere Wahrnehmung. Ziel der Stadt Dissen aTW ist es jedoch, die positiven Aspekte der Stadt Dissen aTW insgesamt und Dissen aTW als attraktiven Wohn- und Arbeitsort mit Nachhaltigkeit darzustellen.

Nach Auffassung der Stadtverwaltung kann der Prozess im Zusammenhang mit der Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes hierzu bereits einen Beitrag leisten.

Die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes sollte das Thema „Klimaschutz“ bezogen auf Dissen aTW in den Fokus stellen. U. a. sollte die örtliche Industrie angestoßen werden, dieses Thema für sich auch als Chance zu erkennen und durch Nutzung der großen Potenziale hinsichtlich lokaler Energieerzeugung und Energieeinsparung Klimaschutz zu betreiben.

Der Rat der Stadt Dissen aTW hat am 07.05.2012 einstimmig beschlossen, ein Integriertes Klimaschutzkonzept zu erstellen. In den o. a. Prozess wurden die Bürger und Gewerbetreibenden der Stadt Dissen aTW aktiv eingebunden. Im Rahmen einer Bürgerversammlung im Juni 2013 wurde die Aufstellung eines Klimaschutzkonzeptes vorgestellt.

Von den Bürgern wurden erste Anregungen geäußert. In einem Workshop für private Haushalte und einem Workshop für Gewerbe und Industrie im September 2013 wurden Maßnahmen für den Klimaschutz entwickelt. Der Rat der Stadt Dissen aTW hat das erarbeitet Konzept in seiner Sitzung am 24.03.2014 beschlossen.

Aufgrund der derzeitigen schlechten Haushaltslage ist der Rat der Stadt Dissen aTW derzeit nicht bereit, die Haushaltsmittel für den kommunalen Eigenanteil für eine von der Verwaltung vorgeschlagene halbe Stelle eines Klimaschutzmanagers bereit zu stellen. Die Bedeutung des Themas Klimaschutz für die Stadt Dissen aTW ist aber zukünftig weiter herauszustellen, um die derzeitige Gewichtung dieses Themas in den politischen Gremien der Stadt Dissen aTW zu verändern und zu einer aktiven Unterstützung des Klimaschutzes zu kommen.

Integriertes Klimaschutzkonzept

Klimaschutzkonzept

Der Europäische Rat hat sich im Oktober 2009 auf das Ziel geeinigt, im Rahmen der laut Weltklimarat (IPCC) erforderlichen Reduzierungen seitens der Gruppe der Industrieländer die Emissionen der EU bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 % gegenüber dem Niveau von 1990 zu verringern. Die Bundesregierung hat deshalb im Energiekonzept vom 28. September 2010 beschlossen, die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 %, bis zum Jahr 2030 um 55 %, bis zum Jahr 2040 um 70 % und bis zum Jahr2050 um 80-95 % unter das Niveau von 1990 zu senken.

In Kommunen entsteht ein hoher Anteil der Treibhausgasemissionen. Zugleich liegen hier große Potenziale für deren Minderung. Die Notwendigkeit, bis zum Jahr 2050 die Treibhausgasemissionen um 80-95 % zu reduzieren, zieht nach sich, dass alle Städte und Gemeinden, aber auch private Haushalte und die örtliche Industrie in den nächsten 40 Jahren ein Treibhausgasemissionsniveau nahe Null erreicht haben müssen. Daher wird seit 2008 die Erstellung kommunaler Klimaschutzkonzepte für alle klimarelevanten Bereiche einer Kommune im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) finanziell unterstützt.“ (Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative)

Gefördert durch die NKI (Förderkennzeichen: 03KS3970) des Bundesumweltministeriums erstellt die Stadt Dissen seit dem 01.03.2013 in enger Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Graw in Osnabrück das Integrierte Klimaschutzkonzept mit dem Ziel der Entwicklung von kommunalen Maßnahmen und Handlungsansätzen zum Klimaschutz. Die Förderung wird vom Projektträger Jülich betreut. Der Förderanteil beträgt 65 Prozent (17.094 Euro). Innerhalb der Projektlaufzeit bis zum 28.02.2014 sollen folgende Projektergebnisse erreicht werden:

  • Energie- und CO2-Bilanz,
  • Potenzialabschätzung im Bereich Energieeinsparung und regenerative Energieträger,
  • Szenarienentwicklung,
  • Akteursbeteiligung,
  • Maßnahmen- und Projektkatalog,
  • Netzwerkbildung zur Umsetzung,
  • Identifizierung von Umsetzungsprojekten,
  • Controlling und Kommunikationskonzept und
  • kommunales Handlungskonzept zum Klimaschutz.

Koordination und Bearbeitung erfolgt über den Fachbereichsleiter Planen und Bauen Heinrich Kocks (Tel.: 05421 / 303 148).

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