Äpfel, Birnen oder Zwetschgen hängen reif an den Bäumen, doch oft wird das Obst nicht geerntet. Damit sich das ändert, gibt es das erfolgreiche Ernteprojekt „Gelbes Band“ in Niedersachsen, das vom Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft (ZEHN) der Landwirtschaftskammer organisiert wird. Obstbaumeigentümer:innen wie Kommunen, Vereine oder Privatpersonen können ihre Bäume und Sträucher beim ZEHN online registrieren, um ihr überschüssiges Obst mit anderen zu teilen. Ein Gelbes Band am Baum zeigt: Hier dürfen Selbstpflücker:innen für den Eigenbedarf kostenlos ernten.
In diesem Jahr beteiligt sich die Stadt Dissen aTW erstmals an der Pflückaktion. Dafür haben Ehrenamtliche der AG Nachhaltigkeit in der letzten Woche die Apfelbäume auf den städtischen Flächen an folgenden Standorten mit einem gelben Band markiert:
– Wiese nördlich der Grundschule am Dissener Bach
– Flächen an der Feuerzufahrt zur Hermann-Freye-Gesamtschule
– Spielplatz Eschenweg
– Ecke Rechenbergstraße / Am Noller Bach
– Streuobstwiese in Erpen an der Osnabrücker Straße
– Streuobstwiese an der Ecke Dahauser Straße / Karl-Wilhelm-Straße
Am Wochenende sind auf der Streuobstwiese an der Ecke Dahauser Straße / Karl-Wilhelm-Straße teils Ehrenamtliche des BUND vor Ort, die für die Flächenpflege verantwortlich sind und für Fragen zur Verfügung stehen. Interessierte Pflücker*innen können die Standorte mit Gelben Bändern in Dissen aTW auf der Online-Karte des ZEHN unter www.zehn-niedersachsen.de/standortkarte einsehen. Dort ist auch registriert, welche Fruchtsorte in welchem Zeitraum vor Ort geerntet werden kann, sowie Tipps zum Erkennen der Pflückreife.
Bürgermeister Görlitz begrüßt die Teilnahme der Stadt Dissen aTW an der Aktion „Gelbes Band“: „Unser Lebensmittelpunkt im Grünen ist auch in der Region als Apfelstadt bekannt. Die städtischen Flächen verfügen über viele Apfelbäume mit teils alten und seltenen Sorten, doch die Verwaltung und Vereine können die Ernte allein nicht bewerkstelligen. Daher freue ich mich sehr, dass mit dem gelben Band die Bürger:innen eingeladen werden, selbst Obst zu ernten, und bedanke mich herzlich bei den Ehrenamtlichen der AG Nachhaltigkeit für ihr Engagement beim Markieren der Bäume. Hoffentlich kommen in den nächsten Jahren weitere öffentliche und private Flächen dazu.“
Obstbaumeigentümer:innen, die ihre Ernte teilen möchten, oder interessierte Selbstpflücker:innen, können sich per e-mail an nachhaltigkeit@dissen.de oder auf der Website des ZEHN unter www.zehn-niedersachsen.de/gelbesband über das Ernteprojekt informieren. Auch eine Registrierung privater Obstbäume – ganz gleich, welche Frucht und Sorte – ist weiterhin möglich. Die Stadt Dissen aTW freut sich, falls zu den öffentlichen Flächen noch private Angebote hinzukommen.
Pflücker:innen sollten Folgendes beachten: Obst darf nur in Reichweite gepflückt oder vom Boden gesammelt werden. Das Klettern auf Bäume ist nicht gestattet; der Baum darf nicht beschädigt werden. Die Ernte ist nur an Standorten mit Gelben Bändern des ZEHN aus Papier sowie mit Aushängen zur Freigabe der Flächen erlaubt. Es sollte nicht mit anderen Bändern verwechselt werden, die zum Beispiel im Obstbau für einen geraden Wuchs verwendet werden.
Alle Infos zur Teilnahme und den Link zur Registrierung gibt es unter www.zehn-niedersachsen.de/gelbesband .









